17. April 2025
Künstlervortrag
17. April 2025, 19 – 21 Uhr
Ort: Kultur einer Digitalstadt – Ludwig-Engel-Weg 1, 64287 Darmstadt
Eintritt / Gebühr: kostenfrei
Thomas Kilpper, geboren 1956 in Stuttgart, lebt und arbeitet überwiegend in Berlin (teils auch in Bergen). Er studierte Bildende Kunst an den Staatlichen Kunstakademien in Nürnberg und Düsseldorf sowie an der Städelschule in Frankfurt; 1998 war er Meisterschüler bei Georg Herold. Kilpper ist bekannt für politisch aufgeladene, ortsbezogene Arbeiten einschließlich Installationen, Druckgrafik und Holzschnitt. Er wird repräsentiert von der Berliner Galerie Nagel Draxler. Kilpper unterrichtete u.v.a. an der Kunstakademie in Bergen, Norwegen, Royal College of Arts, Universität der Künste Berlin,
Kilppers Praxis verbindet formale Holzschnitt‑ und Drucktechniken mit einer rekonstruktiven, forschenden Arbeitsweise: Er sucht Orte mit historischer Brisanz auf, nutzt gefundene Materialien als Träger und thematisiert Macht‑, Gewalt‑ und Erinnerungsgeschichten in politisch engagierter Form. Kilpper ist vor allem durch seine monumentalen Holzschnitte bekannt: z.B. 1997 „don´t look back“, Installation / Holzschnitt und Drucke im ehemaligen Camp King der US-Armee, Oberursel bei Frankfurt/M oder 2000 „The Ring“, Intervention/Holzschnitt in den Parkett-Boden, Orbit House, Blackfriars Road, London SE1, ein Projekt der South London Gallery, 2009, “State of Control – out of Control”, Ehemaliges Ministerium für Staatssicherheit der DDR, und Neuer Berliner Kunstverein – n.b.k. Berlin, Galerie Olaf Stüber, Berlin.
Seine Arbeit „A Lighthouse for Lampedusa“ (2008 ff.) wurde weltweit ausgestellt.