19.03.2026 - 20 h
Theater Moller Haus
Der theatrale Turing-Test 4
Stefan Kollmeier und das AI Theatre Ensemble
In Kooperation mit dem Theater-Moller-Haus / Freie Szene Darmstadt
Donnerstag, 19. März 2026– 20 h (Einlass ab 19:45 h)
Ort: Theater Moller Haus
Eintritt / Gebühr: beim Theater Moller Haus 17,10/13,30 erm. €

Künstliche Intelligenz verändert unsere Vorstellung von Leben, Altern und Sterben. Schon heute entstehen digitale Avatare, die Stimmen und Persönlichkeiten verstorbener Menschen simulieren – der Dialog mit den Toten könnte scheinbar endlos weitergehen. Gleichzeitig verspricht KI neue Erkenntnisse in Medizin und Biologie: Sie kann helfen, Krankheiten früher zu erkennen, Alterungsprozesse besser zu verstehen oder Risiken im Alltag zu reduzieren.
Doch was bedeutet das für unsere Gesellschaft?
Ist Sterben nicht auch ein evolutionäres Prinzip – Voraussetzung für Erneuerung, Innovation und Entwicklung? Wie verändert sich unser Verhältnis zum Leben, wenn KI Lebenszeit verlängert oder Erinnerungen digital konserviert? Und: Wie stirbt eigentlich eine KI? Wird der Mensch in Zukunft mit KI symbiotisch zu einem neuen „Lebenswesen“ verschmelzen?
Diese Fragen werden auf der Bühne improvisiert – und im Anschluss gemeinsam diskutiert.
Nach der Aufführung sprechen Regisseur Stefan Kollmeier, Kurator Dr. Roland Lentz sowie die Schauspielerinnen des AI Theatre mit eingeladenen Expertinnen und dem Publikum über die Ideen, Konflikte und Visionen, die aus dem Theaterabend entstehen.
Es wirken mit:
Schauspieler:innen / Musiker:

Stefan Kollmeier ist Organisationsentwickler und begleitet Unternehmen auf dem Weg durch Transformationen. Als Moderator und Trainer für angewandte Improvisation adaptiert er zudem die Kompetenzen und Haltungen von der Bühne für die Zusammenarbeit in Teams und Konzernstrukturen. Als ausgebildeter Ingenieur verbindet seit mehr als 10 Jahren Technologie, Kunst und Wissenschaft zu einer Mischung, die den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird. Künstlerwebseite

Laura Berkemeyer ist Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeits- und Gesundheitspsychologie an der Universität Münster. Als Trainerin verbindet sie Psychologie und Improvisation. Sie leitet regelmäßig Kurse und Workshops für Teams und Führungskräfte in Unternehmen, Kunstkollektive, Arbeitssuchende, Improschauspieler:innen, Kinder und weitere Menschen, die aktiv und praktisch Neues lernen möchten. Künstlerinwebseite.

Ralf Wetzel ist Improvisations- & Maskenschauspieler, Clown und Professor für angewandte Kunst an der Vlerick Business School in Brüssel. Er produzierte u.a. das dreitägige Clown- und Maskenfestival „Uncommon Comedy“ als Teil des Brighton Fringe Festivals 2023 und spielte zwei Solo-Maskenshows darin. Er brachte eine Clownshow in ein TEDx-Event und ist gegenwärtig mit der Jim-Jarmusch-inspirierten Duo-Impro-Show „Cab Confessions“ in Brüssel zu sehen.
www.clownforlife.com

Maria Ullmann ist Sozial- und Theaterpädagogin. Sie lebt und liebt die Improvisation, sowohl auf der Bühne, als auch im Alltag. Sie gibt regelmäßig Workshops für Improvisation, schreibt gern Texte und ist auf ganz unterschiedliche Art kreativ und aktiv.

Marek Herz, Gitarre
Jahrgang 1983, studierte Jazzgitarre an der Musikhochschule Mainz. Er
komponiert und produziert Musik für Film & TV und war an zahlreichen CD Produktionen beteiligt. Live ist er mit der Folklore Band „Zaitsa“ dem Duo „Cello meets Jazz“ und dem Improvisationstheater „Für Garderobe keine Haftung“ Deutschlandweit zu sehen.
Mit seinem Ensemble „Cello meets Jazz“ wurde er 5 Jahre von Yehudi Menuhin Live Music Now Frankfurt am Main e.V. gefördert. Außerdem istMarek Herz Dozent für Gitarre, Bandcoaching und E-Bass. Künstlerwebseite
Es diskutieren mit den SchauspielerInnen und dem Publikum im Anschluss an die Aufführung:

Dr. Angela Rascher ist Leiterin des AGAPLESION Institut für Theologie – Diakonie – Ethik der AGAPLESION gAG in Frankfurt. WEBINFO

Dr. Patrick Schramowski ist Forscher am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie bei Hessian.AI und im Center for European Research in Trusted AI (CERTAIN) tätig. Er arbeitet an der Schnittstelle von AI Safety, Responsible AI und generativen KI-Systemen. Sein Fokus liegt auf Risikoanalysen und der Entwicklung wirksamer Safeguards, die fortschrittliche KI in realen Anwendungen verlässlich und verantwortungsvoll machen.
Webinfo

Prof. Dr. Paul Rainey ist Professor und Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Er ist sowohl in Plön als auch in Paris tätig. Seine Forschungsinteressen sind breit gefächert und umfassen experimentelle und theoretische Arbeiten zu großen evolutionären Übergängen, der Ökologie mikrobieller Gemeinschaften, horizontalem Gentransfer und Evolutionsgenetik. Sein besonderes Interesse gilt der natürlichen Selektion über die Ebene des Individuums hinaus. In jüngster Zeit hat er das „Denken über große evolutionäre Übergänge“ aufgegriffen und erweitert, um plausible zukünftige Interaktionen zwischen Menschen und KI zu berücksichtigen. Webinfo
Weitere Veranstaltungen in der Reihe –> „So ein Theater um die Daten“ ->
Kooperationspartner
